Süd-Korea..... ein Urlaub der besonderen Art

Wenn mich bis vor zwei Wochen jemand etwas über Süd-Korea gefragt hätte, hätte ich wohl ehrlich gesagt, nicht die geringste Idee gehabt was ich hätte antworten sollen. Das einzige was ich mit Korea in Verbindung gebacht hätte wären wohl die schrecklichen Zustände in Nord-Korea gewesen... Doch das sieht jetzt ganz gewaltig anders aus.

Denn Süd-Korea ist keines falls ein armes, zurück gebliebenes Land mit dem es sich nicht lohnt zu handeln oder es für einen Urlaubsbesuch auszuwählen. Süd-Korea ist viel mehr eine beachtenswerte Wirtschaftsmacht mit fast europäischen Standart, die zumindest von mir grundlegend falsch eingeschätzt wurde! Aber von Anfang an....

Es ist wohl ein ungehütetes Geheimnis hier in Thailand, das die Thais Korea nahezu vergöttern. Es wird nur koreanische Musik gehört, koreanische Fernsehserien geguckt und koreanisches Essen wird einfach nur geliebt. So ist es auch kein Wunder, dass jede Familie die es sich einigermaßen leisten kann, früher oder später nach Korea fährt. Und so auch meine....

Wir brachen also am 20.1., 1,15 Uhr Bangkok-Ortszeit mit dem Flieger in Richtung dieses unbekannten Landes auf und der Anfang unseres Trips war alles andere als schön! Denn in Seoul, wo wir gegen halb neun, Koreanischer Zeit landen sollten, waren so schlechte Wetterbedingungen, das der Pilot einfach ohne eine Bemerkung umdrehte und in Jeju, einer Insel im Süden Koreas, landete. Dort verbrachten wir nach 6h Flug noch weitere 5h im Flugzeug wartend, natürlich ohne Mittag essen oder irgendwas, da das Flugzeug ja nur Frühstück geladen hatte, bis sämtlicher Strom ausfiel und wir weder Licht noch Klimaanlage hatten und wir in das Flughafengebäude gelassen wurden. Dort durften wir dann noch mal über eine Stunde warten, bis verkündet wurde, das der Pilot jetzt doch in der Lage sei in Seoul zu landen. Wir flogen also noch mal 1h bis wir sicher an unserem eigentlich Ziel landeten, wo so dichter Nebel war, das man keine 30m weit gucken konnte. Natürlich hatten ein paar von uns dann noch Probleme bei der Passkontrolle, so das es schon nach 17°° Uhr war, als wir endlich aus dem Flughafen kamen. Ich wäre dann aber am liebsten sofort wieder umgedreht, denn die Minus Grade schlugen einem wie peitschen ins Gesicht, und ich sehnte mich augenblicklich ins warme Thailand zurück. Wir gingen dann natürlich erst mal was essen, und erreichten so erst mitten in der Nacht unser Hotel am Fuß eines Ski-Gebietes.

An unserem ersten richtigen Morgen in Korea, war dann die Aufregung ziemlich groß, denn über Nacht hatte es noch mal mehr geschneit, und so mussten wir uns erst eine einstündige Schneeballschlacht liefern, bevor wir völlig durchgefroren zum Frühstück gehen konnten. Am Vormittag machten wir dann eine grandiose Wanderung durch verschneite Landschaften  wobei wir natürlich alle schrecklich froren, und auch ich kam mir schon vor wie ein Thai, der es einfach nicht gewöhnt ist, dass es so kalt ist. Am Nachmittag war dann mein persönlicher Höhepunkt, denn wir gingen Ski fahren. Natürlich konnte keiner aus meiner Familie was anderes als ein paar Meter rumzurutschen und so erlaubten sie mir alleine zu fahren, was ich dazu nutze nach ganz oben auf den 1,500m hohen Gipfel zu fahren und dann bei strahlendem Sonnenschein die Talabfahrt zu genießen. Leider war auch das Ski fahren in Korea genauso schrecklich teuer wie auch alles andere und so fuhr ich nicht lange sondern ging am Abend mit den anderen in eins der tollsten Schwimmbäder was ich je gesehen habe.

An unserem zweiten Tag fuhren wir dann zu einer wunderschönen Künstler-Insel, die aber hoffnungslos überlaufen war und auch gefährlicher weise einen komplett vereisten Boden hatte, was dem ein oder anderen ein schmerzliches Erlebnis bescherte. Am Nachmittag fuhren wir dann zum Everland Fun-Park, wo es Nachbildung vieler berühmter Achterbahnen und auch sonst einige nette Attraktionen gab. Aber nach den 4h Aufenthalt, war ich so durchgefroren, das ich dachte meine Füße würden nie wieder auftauen. Am Abend checkten wir dann in einem neuen Hotel ein, was mitten in Seoul lag und so nutzen wir auch gleich die Gelegenheit noch mitten in der Nacht shoppen zu gehen. Leider wurde das dann zu einem nicht so schönes Erlebnis für die meisten für uns, da ich um Mitternacht dann keine Lust mehr auf shoppen hatte und die Reiseleiterin nach dem Weg zum Hotel fragte, worauf hin die mir eine komplett Falsche Richtung auf dem Plan auswies, was mir einen anderthalb stündigen Fußmarsch durch das nächtliche Seoul bescherte. (wobei ich noch gut dran war, denn ein paar der anderen gingen nach mir los, und trafen erst nachts um drei im Hotel ein)

Am nächsten Morgen ging es dann in einen weiteren Fun-Park der allerdings halb in einer riesigen Halle war, wodurch wir nicht ganz so sehr froren. Am Abend besuchten wir dann noch eine faszinierende Show bei der fast nicht gesprochen wurde, aber die Schauspieler eine perfekte Geschichte aufführten, nur durch ihre Karate und Tea-Kwon-Do Künste. Am letzen Tag besuchten wir noch ein paar Geschäfte und andere Sehenswürdigkeiten, und am Abend des 24. ging es dann auch schon wieder Richtung Heimat. Diesmal ging wenigstens auch alles glatt beim Flug und als ich aus dem Flughafengebäude in Bangkok trat, freute ich mich, als wenn ich endlich wieder zu Hause angekommen wäre und natürlich war ich auch wahnsinnig froh über die angenehmen 28°C die mir in einer angenehmen Brise um die Nase wehten.
31.1.10 07:32
 


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