Englisch-Camp

Ein Englisch-Camp am Strand

 

 

3 Tage Englisch-Camp, mit vielen anderen Ausländern und 160 Thais, in einem tollen Hotel am Strand.... wer hätte das nicht gerne?!

Es war am Sonntag Abend um 22°° Uhr als meine Advisorin mich anrief und mir genau dies zum Angebot machte. Ich war natürlich sofort von der Einladung begeistert und nachdem meine Gastmutter zugestimmt hatte, fing ich an meine Sachen für die nächsten Tage zu packen. Am Montag morgen fuhr ich dann mit meiner Schwester zur Schule, zur gewohnten Zeit, und das an meinem ersten eigentlich richtigen Ferientag, aber das war es mir wert. In meiner Schule traf ich dann auf Erica, die Italienerin, und zusammen fuhren wir mit dem Van nach Bangkok. Dort angekommen standen wir dann an der Van-station ohne einen blassen Schimmer wer uns abholen würde sondern nur mit dem versprechen, DAS uns jemand abholen würde. Nach einer halben Stunde kam endlich jemand, der unsere Namen kannte und der meinte er wäre der jenige der uns abholen würde und uns blieb nichts anderes übrig als ihm zu vertrauen. Wir fuhren dann zu dem Büro von der Organisation, welche das Englisch-Camp organisierte und trafen dort auf Will, einen Amerikaner der aussah wie ein Thai. Mit ihm verbrachten wir dann auch den ganzen Tag in Bangkok, da das Camp erst am Dienstag anfangen sollte, es aber erst Montag Mittag war. Wir fuhren also in ein Touristenviertel wo es lauter tolle Läden gab, die aber leider alle von Ausländer bevölkert waren. Es ist schon komisch, denn eigentlich waren wir ja selber Ausländer, aber irgendwie fühlten wir uns unwohl zwischen so vielen anderen weißen. Zum Abendbrot gingen wir dann in das Restaurant mit dem angeblich besten Pad-thai der Welt. (frittierte Nudeln mit Gemüse und so) Anschließend mussten wir leider schon wieder zum Büro zurück, aber da wir 2h mit dem Bus fahren mussten, da so viel Verkehr war, kamen wir erstmal 2h zu spät, aber es hat zum Glück keinen gestört. Im Büro trafen wir dann auch auf die anderen Ausländer (Tony (AUS), Stephan (GER), Anna (FRA), Ben (FRA), S (USA)) und zusammen gingen wir in das Appartement der Organisationschefin. Als wir dort aber ankamen traf uns allerdings der Schlag, denn die Wohnung war so mölig und dreckig, dass wir uns nicht vorstellen konnten dort eine Nacht zu bleiben. Nachdem wir dann aber alle erst mal geduscht hatten kam die Erlösung, in Form von 10 Thais die dort übernachten sollten und durch dir wir ins Büro umziehen mussten. Im Büro hatten wir dann zwar keine Decken sondern nur Laken die wir auf den Fußboden legen konnten und wir mussten auch alle zusammen in einem Raum schlafen, aber alles war besser als diese Wohnung.

Am nächsten Morgen mussten wir dann um 5.30 Uhr aufstehen, und dann ohne Frühstück in den Bus steigen um zur Schule zu fahren um dort die 160 Thai-Schüler abzuholen. Um 7°° brachen wir dann von der Schule auf und der anstrengende Teil des Camps begann, denn wir mussten auf die Schüler aufpassen, uns um sie kümmern und sie gleichzeitig unterhalten und bespaßen. Da es aber noch so früh war, waren die meisten Kinder noch ziemlich müde und so beließen wir es dabei die Bücher, Stifte, etwas zu Essen und die Namenskärtchen auszuteilen. Auf dem Weg zu unserem Hotel hielten wir dann noch an einem Sommerpalast eines Königs an, der direkt am Strand lag und einen tollen Park drum herum hatte. Dort aßen wir dann auch Mittag und anschließend fuhren wir dann in unser palastartiges Hotel, auch direkt am Strand. Dort angekommen war dann aber leider keine Pause, sondern es ging gleich los mit dem Programm und nachdem wir ein bischen gesungen und Spaß gehabt hatten, ging es daran das Thema Klimaerwärmung in kleinen Grüppchen zu besprechen. Das ganze Stellte sich allerdings als sehr schwierig heraus, denn die Schüler sprachen fast kein Englisch auch wenn sie von einer besten Schulen Thailands kamen, an der es sogar Samstags Unterricht gibt. Am späten Nachmittag hatten wir dann ein bischen Freizeit um unsere Zimmer zu beziehen und den tollen Strand zu erkunden. Zum Abendbrot gab es dann noch ein Highlight, denn wir aßen nicht im Hotel, sondern fuhren zu einem berühmten Markt, ganz in der Nähe, wo wir 100 Baht (2&euro bekamen und uns 2,5h frei bewegen konnten.

Der nächste Morgen startete dann mit einer typischen Thai Macke, denn fast alle Schüler kamen 2h zu spät zum Treffpunkt und das obwohl wir zum Strand wollten. Wir fuhren dann aber trotzdem noch zum Meer, wo wir über 4h verbrachten, Banana-Boat und Kajak fuhren, schwammen, Mittag aßen und vor allem Spaß hatten. Pünktlich zum Ende des Ausflugs fing es dann an zu schütten und so ging es zurück ins Hotel, wo wir ein bischen mit dem Englisch lernen weitermachten, bis alle endlich ein bischen Freizeit hatten und tun und lassen konnten was sie wollten. Nach dem Abendbrot trafen wir uns dann wieder alle und es gab ein buntes Abendprogramm mit Schauspiel, Disko und wieder viel Spaß bis spät in die Nacht.

Der letzt Morgen war dann fast ein bischen schweigsam, denn allen war bewusst, dass es der letzte Morgen zusammen sein würde. Wir frühstückten dann zwar noch ganz normal und am Anfang des Vormittags gab es auch noch ein bischen Programm, aber nach dem Mittag essen wurden nur noch die Zertifikate ausgeteilt und dann ging es in den Bus auf zur Heimreise. Im Bus war es dann allerdings noch mal ziemlich lustig, denn mittlerweile kannte meine seine Namen und es wurde ein Mix aus Thai und Englisch gesprochen, so das jeder irgendwie verstand worum es ging. Kurz vor der Schule hatte der Bus dann zwar noch eine Panne und blieb mitten auf einer Brücke einfach stehen, aber gegen 18°° Uhr kamen wir dann wieder an der Schule an. Um 19.30 Uhr waren dann auch wir, der Staff, wieder im Büro angekommen und gingen dann erst mal Abendbrot essen. Später am Abend folgte dann allerdings noch ein Schock, denn es hieß wir sollten heute im Appartement übernachten, was wir dann auch wiederwillig taten. Aber am nächsten Morgen, nach einer etwas schlaflosen Nacht, hatten wir die Nase voll und fingen alle zusammen an die Wohnung aufzuräumen und zu putzen und da wir sowieso nicht aus Bangkok raus konnten da wegen Demonstrationen einige Hauptstraßen blockiert waren hatten wir auch genug Zeit. Und als wir dann am späten Nachmittag endlich nach Hause konnten, war die Wohnung dann so sauber und ordentlich, das wir gerne versprachen wieder zu kommen und wieder Englisch Lehrer für kleine Thais zu spielen.

3.10.09 17:53
 


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