Ein wunderbarer Tag in Bangkok und ein bischen mehr Selbständigkeit

Am 12.09. war es endlich so weit, das langersehnte Treffen mit den anderen Austauschschülern in Bangkok sollte stattfinden. Wir hatten uns ja erst am Tag zuvor verabredet, aber meine Gastfamilie hatte erstaunlicherweise nichts dagegen, dass ich alleine durch Bangkok wandern würde.

Ich stand also an diesem morgen schon um 8°° Uhr auf, denn wir wollten uns schon um 10°° Uhr vor dem MBK-Center an der Siam-Square treffen. Meine Schwester stand natürlich nicht ganz so pünktlich auf, und so kamen wir ein bischen zu spät los, aber das ist in Thailand ja normal. Sie brachte mich dann also zur Sky-Train Station (einer Straßenbahn auf Brücken) wo sie mich dann einfach aus dem Auto lies. Tja, und dann stand ich da, in der Großstadt, ohne eine Idee wo ich hin musste, nur mit der Station an der ich aussteigen musste, im Ohr. Ich entschloss mich also erst mal den Menschenmassen die Treppe hoch zu folgen. Oben angekommen war eine noch größere Menschenansammlung und für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl, dass es für mich unmöglich sei alleine am Siam Square, am MBK-Centerm anzukommen. Aber dann fing ich mich wieder, da mir einfiel, dass Großstädte und sich darin zurecht zufinden meine Spezialität ist. (an dieser Stelle ganz besondere Grüße an Mama und Papa in freundlicher Erinnerung an Madrid) Ich schaute mich also dort um und entdeckte einen Ticket-Automaten, der aber, wie ich feststellen musste, nur Münzen nahm, die ich natürlich nicht hatte. Ich guckte also weiter und fand eine art Wechselstube, die die ganzen Münzen ausgab. Anschließend holte ich mir dann endlich mein Ticket, wodurch ich aber immer noch nicht wusste in welche Bahn ich einsteigen musste. Ich folgte also wieder einfach mal den Menschenmassen die mich schließlich zu einem Zug brachten, von dem ich natürlich nicht wusste, wo er hinfahren würde. (Irgendwie blendete ich in meiner Aufgeregtheit völlig aus, das es sich bei meiner Station um eine Endstation handelte, und die Züge deshalb nur in eine Richtung fuhren). Ich fragte dann also einen Polizisten der mich aber natürlich nicht verstand. Ich war schon fast ein bischen in Panik, denn ich war voll spät dran und der Zug kurz vor der Abfahrt. Aber dann fragte mich zum Glück ein freundlicher Thai wo ich hin möchte und als ich Siam Square sagte, erwiderte er zu meiner Erleichterung, dass dies genau der richtige Zug sei. (was ja auch durch die Endstation nicht anders zu erwarten war) Ich stieg also ein, und fuhr 15 min durch das lebendige Bangkok, bis ich an meinem Ziel ankam. Eigentlich dachte ich, jetzt kann ja nichts mehr schief gehen, aber als ich auf der Straße stand, fiel mir auf, wie riesig, unübersichtlich, belebt und verwinkelt die Siam Square tatsächlich ist. Ich rief also eine Freundin an, die schon am Treffpunkt war, und beschrieb ihr wo ich war und fragte sie wo ich lang müsste. Sie sagte mir ich müsse nach rechts, aber wie sich herausstellte, war das genau die falsche Richtung. Ich traf aber aus Zufall auf eine Stadtinformation die mir dann erst mal einen Stadtplan aushändigte und mir sagte, dass ich nach links müsse. Nach weiteren 10 min (wie gesagt, die Siam Square war groß erreichte ich das MBK-Center und traf auf die anderen. Das heißt ich traf auf einen Bruchteil, denn die meisten waren noch auf dem Weg, weil auch sie die Kompliziertheit des alleinigen Reisens unterschätzt hatten. Gegen 12°° Uhr waren dann endlich alle da und wir machten uns auf den Weg in ein Restaurant, wo wir uns für 4€ an einem riesigen Buffet Sattessen konnten. Wir blieben dann dort ungefähr 2,5 Stunden, und erzählten. Außerdem hatten wir ja auch die Geburtstage von zweien von uns feiern. Anschließend machte sich die Gruppe auf den Weg durch das lebendige Bangkok, zum Hard Rock Cafe. Dort mussten wir natürlich unbedingt rein, und auch wenn wir alle mehr als satt waren bestellten wir uns eine Cola, und zwar nur weil man davon hinterher das Glas mitnehmen durfte. Natürlich durfte auch der Kauf eines T-Shirts nicht fehlen und so begaben wir uns in den angrenzenden Shop. Danach mussten sich leider schon einige wieder auf den Heimweg machen, da manche trotz ihres Hauses in Bangkok 3h für den Weg brauchten. Der Rest ging in ein Japanisches Fotostudio um bescheuert Fotos, in dämlichen Kostümen zu schießen und die dann hinterher am Computer noch hässlicher zu machen. (was aber einen riesen Spaß machte) Anschließend gingen wir alle zu Swensen´s einer Eiscafekette und aßen dann dort riesige Eisbecher für 2-3€. Leider war es danach schon um 17°°Uhr und so auch für mich Zeit den Heimweg anzutreten. Ich machte mich also zusammen mit zwei anderen auf den Weg zum Sky-Train und da wir alle drei den Zug ja schon mal benutzt hatten fiel es uns wesentlich leichter ihn zu benutzen. Während der Fahrt stiegen die anderen dann aber aus und so fuhr ich alleine weiter bis zur Endstation wo auch ich ausstieg und dann mit dem Taxi weiter fuhr zu mir nach Hause. Dort wartete schon meine Mutter, denn es war mittlerweile 18°° Uhr geworden und es fing an zu dämmern und außerdem wollten wir an diesem Abend noch zurück nach Ban Mo. Ich stieg also bald wieder ins Auto, aber nachdem ich 20 min lang meine Familie mit meinen tollen Erlebnissen vollgetextet hatte, bekam ich nicht mehr viel mit, denn dieser aufregende, aber mega toll Tag hatte mich so gefordert, dass ich ziemlich schnell einschlief.
1.10.09 13:30


AFS - Camp 29.08. - 1.09.09

Heute nach über einem Monat endlich mal wieder ein Blog Eintrag, obwohl... ich hab so viel erlebt, ich werde wohl gleich mehrere schreiben müssen, aber ich fang einfach erst mal an und dann mal sehen. Als erstes erzähle ich mal von dem AFS-Camp was alle Austauschschüler nach 2 Monaten Aufenthalt haben. Für mich war dieses Camp in Pathumthani, einer Provinz ziemlich dicht an Bangkok vom 29.8. bis zum 1.9.09. Leider konnten nicht alle Austauschüler dieses Camp zusammen haben, da Thailand einfach zu groß ist, aber wir hatten auch so eine menge Spaß, zusammen mit 30 anderen Leuten aus Italien, Deutschland, Amerika, Belgien, Frankreich, Finnland, Kanada, Spanien und Ungarn. Wir trafen uns also alle am Freitag morgen im AFS-Büro in Bangkok, wo uns als erstes ans Herz gelegt wurde weiter Englisch zu sprechen, damit alle es verstehen können, aber wir hielten es nicht lange aus und wechselten schnell in die langersehnten Landessprachen. Um 10°° Uhr brachen wir dann auf nach Ayutthaya auf, einer wegen ihrer vielen Tempel, sehr berühmten Provinz. Unser Ziel war dann natürlich auch als erstes ein Tempel, mit einer riesigen goldenen Buddhastatur, aber eigentlich interessierten wir uns mehr für den tollen Markt vor dem Tempel. Anschließend fuhren wir zum Mittagessen zum Big C wo wir dann 1,5h Zeit hatten uns was zu essen zu suchen. Danach ging es dann zum nächsten Tempel, wobei es eigentlich mehr eine Ruine war, die aber nichts von ihrer Besonderheit, die komischer weise alle Tempel hier ausstrahlen, verloren hatte. Wir hatten dann dort ein bischen Zeit uns umzusehen und anschließend fuhren wir 2h mit dem Bus zu unserem Resort in Pathumthani. Dort angekommen gab es dann nur eine kurze Einweisung und danach hatten wir Zeit in unsere Zimmer zu gehen, aber niemand ging in sein eigenes Zimmer, denn wir hatten ja nur 4 Tage und uns viel zu erzählen. Zum Abendbrot trafen wir uns dann wieder mit dem Staff und anschließend ging es mit dem richtigen Programm los. Wir trafen uns also in unserem Meetingraum, in dem wieder eines dieser typischen Thai-Poster aufgehängt war, wie es sie hier zu jeder noch so kleinen Angelegenheit gibt. Das erste Thema unseres Camps waren dann „Recognising Red Flags“, es ging also um Spannungen, die durch Missverständnisse zwischen uns und unseren neuen Freunden oder Familie aufgetreten waren. Das ganze war aber relativ kurz und danach hatten wir wieder die langersehnte Freizeit in der alle Schüler zusammen saßen, ihre Erfahrungen austauschten, aber auch die meiste Zeit einfach nur käse laberten und Spaß hatten. Wir gingen dann natürlich auch dementsprechend spät ins Bett was wir am nächsten Morgen aber gleich bereuten, denn es gab um 7.00 Uhr Frühstück. Es lohnte sich aber natürlich so früh aufzustehen, denn es ging ja mit dem Programm weiter. Am Vormittag lernten wir dann etwas über die Thailändische Sprache, und es gab natürlich auch wieder einen dieser von Thais heiß geliebten Wettbewerbe. Zum Mittagessen gab es dann eine tolle Torte, da eine von uns Geburtstag hatte und anschließend hatten wir wieder ein bischen frei, bis es mit dem Programm weiter ging. Es ging dann am Nachmittag um unsere Gefühle in den vergangen zwei Monaten. Wir hatten also über ein Stunde Zeit alles aufzuschreiben, was wir im Bezug auf unsere Familie und unsere Schule die letzten zwei Monate gedacht oder gefühlt haben und anschließend wurde alles ausgewertet und darüber diskutiert was bei Problemen zu tun sei. Danach hatten wir wieder bis zum Abendbrot frei, was wir wieder sehr genossen. Nach dem Essen ging es dan mit einem kleinen Bespaßungsprogramm weiter, wo wir sangen, tanzten, uns wieder Wettbewerbe liefern mussten und wo wir zur Freude aller ein AFS-Tshirt geschenkt bekamen. Der Abend zog sich dann natürlich wieder in die Länge, aber das Frühstück am nächsten morgen war zum Glück erst auf 8°°Uhr angesetzt. Nach dem Essen gab es dann ein tolles Programm, was aus Thai-Tanzen, Blumen binden und Thai Boxen bestand. Wir konnten uns zunächst alles angucken, aber das beste war natürlich das anschließende ausprobieren. Aber nach dem Mittag begann dann wohl der beste Teil des ganzen Camps, nämlich der Abenteuer Teil. Wir trafen uns also alle im Haupthaus, natürlich in ganz normalen Anziehsachen, und gingen dann aber gleich zu einem See auf dem Hotelgelände. Wir hatten die ganze Zeit nicht den geringsten Schimmer, was wir dort machen würden, aber als wir dort ankamen sahen wir die Flöße aus Brettern, die Seile und die wackelnden Pontons über dem See und uns wurde klar, dass wir zumindest alle die falschen Sachen anhatten, denn dabei würden wir bestimmt nass werden. Wir wurden dann als erstes in Gruppen aufgeteilt und es wurden Schwimmwesten ausgegeben. Und dann ging es los. Wir mussten an den verschiedenen Stationen auf Flößen ohne Paddel um die Wette fahren, uns auf einem Seil über den See hangeln, uns ungesichert, nur an einer Stange festhaltend über den See schwingen, auf wackelnden Pontons über den See rennen und zu guter letzt in einem Autoreifen sitzend von einem Hochsitz ins Wasser rasen. Es ist also verständlich, dass alle nach mindestens 10min klitschnass waren, aber wir hatten trotz einiger Blessuren einen riesen Spaß. Bis zum Abendbrot gingen wir dann alle in den Pool, da wir ja eh schon klitschnass waren. Nach dem Essen gab uns der Staff dann Informationen über Camp-Möglichkeiten, wie Massage, Meditation, oder Week-Exchange. Nach diesem letzten treffen hatten wir frei und saßen dementsprechen zum letzen mal zusammen und hofften, das wir uns bald wieder sehen würden. Am nächsten morgen waren wir alle völlig übermüdet, aber wir mussten nur noch Frühstücke, ein bischen aufräumen und dann ging es schon im Bus zurück nach Bangkok zum AFS-Büro. Dort aßen wir dann zusammen Mittag und zur Freude aller gab es nach zwei Monaten endlich mal wieder Pizza. Um 13°° Uhr mussten dann die meisten leider los und das große Verabschieden begann. Es war wirklich traurig, und manche weinten sogar, und dabei kennen wir uns alle erst für so kurze Zeit und sehen uns teilweise sogar sehr schnell wieder, aber irgendwie war es für uns in dem Moment schlimmer unsere Freunde zu verlassen, als das wir drüber nachdachten, dass wir unsere Familien schon 2 Monate nicht mehr gesehen hatten. Ich fuhr dann anschließend mit Erica, der Italienerin, nach Hause, aber erst mussten wir noch ins Krankenhaus, da Erica´s Fuß wieder schlimmer geworden war, nachdem sie auf dem Schulausflug ja eine Feuerqualle berührt hatte. Aber danach ging es endlich mal wieder nach Hause......
1.10.09 11:09


...

Heute nur eine kurze zwischen Meldung seit langen. Für alle die seit Ewigkeiten nichts mehr von mir gehört haben, mir geht es super gut und ich erlebe einfach zu viel, dass ich keine Zeit finde es alles aufzuschreiben. Aber ab dem nächsten Wochenende hab ich endlich Ferien, und dann werde ich endlich ausführlich berichten. Versprochen!

P.S.: Falls diese Nachricht irgendwie Opa Wilsnack erreicht, dann wünsche ich ihm alles alles gute zum Geburtstag und hoffe, das es ihm gut geht!

 Der Rest sei natürlich auch ganz lieb gedrückt, liebe Grüße, eure Alina!

14.9.09 18:09


Ein Schulauslfug der anderen Art

Ein Schulausflug mit über 350 Schülern ans Meer, mit einer Übernachtung, mit vielen Programmpunkten, wenig Lehrern und in 8 Reisebussen... das klingt nach viel Spaß, einem großen Durcheinander und einem unvergesslichen Erlebnis! Und genau das war es auch, und davon will ich euch heute berichten. Ich erfuhr von der ganzen Aktion schon vor, für Thai-Verhältnisse, ziemlich langer Zeit, aber ich konnte ja nicht wissen, das es diesmal wirklich in die Tat umgesetzt werden würde. Ich hatte das ganze also schon fast wieder vergessen, als es am 18.08. auf einmal hieß, alle Schüler der 10., 11. und 12. Klasse bitte in die Versammlungshalle. Dort wurde dann alles wichtige über den Ausflug verkündet, der also vom 20. – 21.08.09 stattfinden und uns nach Rayong und Chantaburi in den Süd-Osten Thailands führen sollte. Es wurden auch die Sponsoren vorgestellt, die alle Kosten für sämtliche Schüler übernehmen würden, und es wurden viele Regeln angesagt, fast wie bei einem deutschen Schulausflug. Dann bekamen noch alle Schüler einen Zettel welchen die Eltern zu unterschreiben hatten, aber die Informationen darauf waren für die Katz, denn auf dem Zettel stand z.B., dass es Morgens um 7°° Uhr losgehen sollte und tatsächlich war dann um 4°° Uhr Treff. Am Donnerstag Morgen sollte es also losgehen, und so übernachtete ich am Mittwoch bei meiner Advisorin, da es meiner Familie natürlich nicht möglich war mich mitten in der Nacht zum Treffpunkt zu fahren und meine Advisorin fuhr ja sowieso mit. Wir standen also um 3°° Uhr auf, und fuhren dann mitten in der Nacht zum Tempel, wo schon alle Schüler versammelt und nach Klassen sortiert in ihrer Sportuniform saßen und warteten, dass es losgeht. Anschließend gingen dann alle in ihre Busse, wobei ich im letzten (Bus 8) war. Zusammen mit dem deutschen und phillipinischen Lehrerassistenten, einer 62 jährigen freiwilligen Helferin aus Dänemark, einer Austauschschülerin aus Italien, einer assistents Lehrerin aus China, meiner Advisorin und ein paar anderen Schülern. Wir fuhren dann erst mal über 4h bis wir an unserer ersten Station ankamen. Es handelte sich um eine Art Internat für Schwererziehbare und Kleinkriminelle. Dort wurden dann als erstes viele Fotos geschossen und anschließend gingen wir in die Schule, durch viele gut verschlossen und bewachte Tore. Drinnen war es ziemlich dreckig, spartanisch und nicht wirklich schön. Meine Freunde wollten die ganze Zeit einfach nur raus, ich fand es eigentlich o.k., aber ich erfuhr auch erst hinterher, dass hier sogar Drogendealer und Mörder wohnten und erzogen wurden. Als wir dort fertig waren fuhren wir wieder ewig, bis wir zu einem Tempel kamen, wo wir erst beteten und dann Mittag aßen. Nach dem Mittag wurden erst alle Sponsoren vorgestellt und wichtige Reden gehalten und danach fuhren wir endlich in unser Resort (Ferienbungalow Anlage) welches direkt am Strand lag und wir wären am liebsten alle einfach baden gegangen. Aber erst gab es ein über zweistündiges Programm mit einem Entertainer, wobei ich es einfach furchtbar fand, denn das einzige was ich verstand war, dass der Mann sich über uns Ausländer lustig machte und darüber, dass wir nichts verstanden. Um 17°° Uhr bezogen wir dann endlich unsere Zimmer und hatten dann bis um 19.15 Uhr Freizeit, was alle nutzen um an den Strand zu gehen und zu baden. Auch ich ging schwimmen, im Golf von Thailand, in dem das Wasser so warm wie in einer Badewanne war, und in dem man den Grund sogar noch erkennen konnte, als einem das Wasser bis zum Hals stand. Nachdem die Italienerin aber auf eine Feuerqualle getreten war gingen wir an den Strand zurück und genossen von dort unter Kokosnusspalmen den unglaublichen Sonnenuntergang, bei dem die glutrote Sonne im Indischen Ozean verschwand. Danach gab es dann Abendbrot in einer großen offenen Halle und ich war schwer beeindruckt, denn während des ganzen Essens sangen Schüler auf der Bühne Karaoke für die anderen, und sogar Schüler die einfach nicht singen konnten bekamen einen riesen Applaus. Als dann alle aufgegessen hatten, ging die Party aber erst richtig los, denn alle gingen vor oder auf die Bühne und tanzten und sangen und sogar die Lehrer machten mit. Es war eine wahnsinnig gute Stimmung, die ich so noch nicht unter Thai-Schülern, die sonst immer so brav in ihrer Uniform sind, erlebt habe. Um Punkt 22°° Uhr war dann aber Schluss und alle gingen in ihre Zimmer. Am nächsten Morgen mussten wir dann schon um 5.30 Uhr aufstehen, aber so hatten wir noch kurz Zeit vor dem Frühstück an den Strand zu gehen. Nach dem Essen fuhren wir dann mit den Bussen wieder los, aber diesmal nicht lange denn schon nach kurzer Zeit hielten wir an einem Informationszentrum, wo wir einen Film über die Natur der Region schauten. Außerdem besichtigten wir eine kleines Meereskunde Museum, in dem es aber sogar einen Wassertunnel gab wo die Fische dann auch über einem und um einen herum schwammen. Anschließend fuhren wir zu einem alten Kriegsschiff auf das wir auch rauf durften um es zu besichtigen und Fotos zu machen. Nach diesem kurzen Stopp ging es dann in eine Grundschule wo wir Mittag aßen in der dortigen Schulkantine und wo es mal wieder eine unendlich lange Rede der Sponsoren gab, wo komischer Weise die gleichen Geschenke wie am Tag zu vor überreicht wurden. Als die Rede dann endlich vorbei war fuhren wir unendlich lange mit dem Bus, bis wir zu einem Markt kamen wo ausschließlich getrocknete Früchte und andere Süßigkeiten verkauft wurden. Das war dann auch unsere letzte Station denn danach fuhren wir wieder zurück nach Saraburi wo wir gegen 20°° Uhr ankamen. Als wir dort dann alle aus dem Bus ausstiegen waren wir unendlich müde, aber alle auch total glücklich und erfüllt mit neuen Eindrücken. Ich für mich fand diese zwei Tage einfach nur schön, denn es war nicht nur toll im Meer zu baden, verschiedene Plätze zu besichtigen und viel zu lachen, sondern es war auch mal sehr interessant alle Schüler mal ganz ohne Schuluniform zu sehen, so völlig normal und total verschieden.... Tja, nach dieser Reise war meine stressige Zeit aber noch nicht vorbei, denn am Freitag Abend fuhr ich zwar nach Hause, aber Samstag Morgen ging es dann für mich schon nach Bangkok, und am Samstag Nachmittag dann nach Pattaya wegen einem Go-Kart rennen meiner Brüder. Am Sonntag ging es dann erst Abends wieder nach Hause, aber das ist ok, denn ich hab ja hier z.B. für die Schule keinerlei Verpflichtungen und so immer Zeit zu reisen. Na ja, und das nutze ich dann eben auch so gut es geht, und so habe ich dann nächstes Wochenende schon wieder AFS-Camp bis Dienstag und werde also wieder unterwegs sein und wenig schlafen, aber ich liebe dieses Leben.....
24.8.09 10:35


Völkerverständigung? Fehlanzeige! v.s. Spaß? - hoch drei!

Heute ein ein bischen frustrierter Blog über die Zeit zwischen dem 9.08.09 und dem 19.08.09! Ihr erschreckt euch jetzt bestimmt, denn eigentlich wollt ihr ja das es mir gut geht und ich nicht frustriert bin, aber ich kann euch beruhigen, denn mir geht es sehr gut und es ist alles prima und ich hab hier jeden Tag eine wunderschöne Zeit! Aber in diese oben genannten zehn Tagen waren 10 Schüler aus Russland an meiner Schule und zwei von ihnen auch in meiner Gastfamilie und die haben mir das Leben nicht grade einfach gemacht, aber von vorne!

Diese 10 Schüler kamen also am Sonntag dem 9.08. in meine Heimatprovinz hier in Thailand, und ich freute mich anfänglich riesig darüber, denn ich dazu ist ein Austausch ja da, um neue Kulturen kennen zu lernen. Die Begrüßung war dann auch relativ herzlich zwischen meiner Familie und Dasha und Nastia, welche in meiner Familie leben sollten, aber schon nachdem wir eine halbe Stunde zu Hause waren kam das erste Problem. Denn die beiden Russinnen wollten nicht einsehen, dass man in Thailand nicht einfach im Bikini schwimmen kann sondern mehr anhaben muss und auch am Abend wollten sie unbedingt ins Internet, weshalb meine Brüder ihnen ihre Laptops leihen mussten, was allgemeine Frustration auslöste. Na ja, wir nahmen es dann einfach hin, weil wir es eh nicht ändern konnten, aber am nächsten Morgen als es zur Schule gehen sollte kam dann das erste richtige Problem, denn die beiden wollten einfach nicht aufstehen und so kamen wir viel zu spät zur Schule, und das an ihrem ersten Schultag, und meine Schwester zu spät zur Arbeit. Der Schultag an sich war dann auch kein Erfolg, denn die zehn Russen weigerten sich am Unterricht teilzunehmen, und wollte nur rumsitzen und ins Internet. Leider musste ich mit ihnen die Zeit totschlagen, denn da sie auch von AFS waren musste ich mich um sie kümmern und ihnen helfen. Zum Glück war an diesem Tag noch eine Amerikanerin da, die aber nur für zwei Tage an unsere Schule sein sollte. Der Nachmittag war dann aber auch ein bischen besser, denn wir besuchten den Major unserer Provinz (der wie sich herausstellte meine Onkel hier ist) und wir besuchten den wunderschönen Tempel in unserem Ort. Zum Abschluss ging es dann in einen Thai Kindergarten und die waren alle so süß, denn selbst die kleinsten tragen hier schon Uniform, und so waren alle Mädchen in roten Kleidchen und alle Jungen in roten Hosen mit Hosenträgern und als wir kamen sagten sie alle „Good Afternoon“ im Chor (wahrscheinlich das einzigste englische Wort was sie konnten!). Als wir dann endlich zu Hause waren, ging ich wie immer mit meiner Schwester schwimmen, zu meinen Thai-Oma&Opa nur leider kamen die Russen mit und so konnten wir nicht lange bleiben, da meine Oma hier sie nicht in ihrem Pool haben wollte. Aber ich hatte dann noch unendlich viel Spaß mit meinen Brüdern, denn wir sind auf unserem See vorm Haus Jetski gefahren, und haben versucht die Russinnen von ihrem Jetski, durch Wellen, runter zuschmeißen. Es hat nicht geklappt, aber alleine der gemeinsame Wille und der Spaß den wir zusammen hatten war total toll. Am nächsten Morgen kamen wir natürlich wieder zu spät zur Schule, obwohl ich extra an ihrer Tür klopfte damit sie aufstehen, aber Russinnen ist es halt egal wenn alle auf sie warten müssen. Die ersten beiden Stunden hatten wir dann Thai-Tanzen, aber ich tanzte ziemlich alleine mit der Lehrerin und der Amerikanerin weil die anderen die Musik doof fanden und nur russisch tanzen wollten. Anschließend hatten wir zusammen Thai-Musik und dabei konnte ich mich nur schwer zusammen reißen nicht alle anzuschreien und rauszuschmeißen. Das klingt jetzt hart, aber sie hatten einfach kein Benehmen, und setzten sich auf Stühle während der Lehrer auf dem Boden saß und zeigten mit Füßen auf ihn, was in Deutschland mit übelster Beschimpfung gegenüber dem Lehrer zu vergleichen wäre. Danach wäre ich am liebsten vom Erboden verschwunden, oder hätte wenigstens die Russen auf den Mond geschossen, aber es ging nicht, sonder ich musste mit ihnen zum Mittag essen in ein Restaurant fahren. Natürlich haben die Russen wieder nur Reis mit Ketchup und Eis gegessen, aber ich war es leid mich aufzuregen. Nach dem Mittag gings zurück zur Schule und ich hatte kurz Zeit zu meinen Freunden zu gehen bevor dann die Feierlichkeiten für den Muttertag, den Geburtstag der Königin, am 12.08. begannen. Bei der Feier selbst, saßen dann alle Schüler in einer großen Halle und es wurde zusammen gesungen, es gab Thai-Tänze zu sehen in wunderschönen Kostümen und pro Klasse gab es eine Mutter die nach vorne gegangen ist und eine Urkunde bekommen hat, nur weil sie Mama ist. Nach 2h war das ganze dann vorbei und es ging wieder nach Hause zum baden und Jetski fahren, ähnlich wie am Vortag. Am Mittwoch (12.08) war dann für alle Thais frei und so fuhr ich mit meiner Familie und den Russinnen in einen Tempel in der Nachbarprovinz und am Abend gab es eine große Party auf unserem Steg am See für meine Gastmutter mit viel Essen (auch gerösteten Schmetterlingslarven) und lauter Karaoke-Musik aus unserer neuen Anlage auf dem Steg. Am Donnerstag war dann wieder normal Schule, aber ich fuhr mit den Russen und meiner Advisorin in unsere Nachbarprovinz und wir besuchten dort eine große Schule und fuhren danach in ein Handwerksmuseum wo Tücher hergestellt wurden. Vor dem Mittag, was wir in einem Restaurant essen mussten wo es Spagetti gab, weil die Russen nichts anderes aßen, fuhren wir dann noch in eine Art Manufaktur wo aus unscheinbaren Stäbchen glänzende Steine, fast wie Diamanten, hergestellt wurden. Nach dem Essen ging es in den Palast eines alten Thai-Königs, wo es auch ein Archäologisches Museum mit tollen Funden gab. Dann war der Tag mit dem Russen endlich vorbei und wir fuhren wieder nach Hause. Dort gab es dann eine große Überraschung, denn mein Gastvater hatte eine „Banane“ und einen „Donut“ für unsere Jetskis gekauft und die konnten wir gleich auf unserem See ausprobieren. Und natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, die beiden Russinnen so oft wie möglich bei voller Fahrt runter zu schmeißen. Anschließend gab es erneut Abendbrot auf unserem Steg. Der folgende Freitag war dann eine Erholung für mich von den nur russisch sprechenden Russen, denn ich ging erst mit meiner Klasse mit, und dann vor dem Mittag machte ich zusammen mit der Amerikanerin Cookie´s in unsere Schulküche was ein riesen Spaß war, bei all den fehlenden Sachen wie einem Mixer und einem richtigen Ofen. Und am Nachmittag ging es dann für mich zusammen mit meiner Familie nach Bangkok, aber die Dasha & Nastia konnten nicht mit, da sie am Wochenende auch Aktivitäten mit AFS hatten. Am Montag war ich dann ein bischen erholt, aber das war auch gut so, denn sonst hätte ich wahrscheinlich die entgültige Krise bekommen. Denn wir kamen natürlich wieder zu spät und das wo am Montag der letzte Schultag der Amerikanerin Carrita und der erste Schultag des deutschen Lehrerassistenten Lukas war. Es war dann alles ziemlich traurig am Vormittag, denn Carrita verabschiedete sich von allen, was ziemlich traurig für sie und mich war, denn wir hatten bis jetzt alles zusammen durchgestanden hier in Thailand und nun würde sie mich alleine lassen. Na ja, als sie dann aber weg war ging ich zu dem Lehrerassistenten und sprach erst mal deutsch was mich ein bischen ablenkte. Das Mittag mussten die Russen dann in unserer Schulkantine essen, was ihnen gar nicht gefiel, denn dort gab es keinen Ketchup weshalb sie nicht wirklich was aßen. Am Nachmittag musste ich dann zum Glück nicht mit ihnen mit und so konnte ich endlich den Lehrerassistenten kennen lernen und meinen Klassenkameraden ein Buch über Greifswald zeigen, was sie wunderschön fanden. =) Dienstag war dann der letzte richtige Tag der Russen, und ich kochte zusammen mit einer Lehrerin und Lukas Reis mit Würstchen und Ketchup für die Russen und am späten Nachmittag war dann eine große Abschiedsparty für die Russen mit den Gastfamilien und Thai -Tänzen und viel Essen. Natürlich viel der Dank der Russen ziemlich kurz aus, aber es hatte auch keiner anders erwartet. Am Abend wollten meine Brüder Dasha & Nastia eigentlich noch mal in unseren See schmeißen, nachdem die beiden die ganzen Pankcakes die wir am Abend vorher gebacken hatten versaut hatten, aber es war schon zu spät und leider schon dunkel. Am nächsten Morgen, kamen wir dann zum letzten mal zu spät zur Schule denn am 19.08. wurden die zehn Russen, die so ziemlich alle Thai-Regeln missachtet hatten und die keiner mehr wiedersehen wollte, endlich von AFS abgeholt. Alle Schüler klatschten, aber ich bin mir nicht sicher ob es nicht reine Freude war, dass unsere Gäste endlich wieder weg waren.......
22.8.09 10:01


Das Meer, viele Autos, teure Hotels und Königspaläste!

Heute eine Nachricht aus dem wunderschönen und immer lebhaften Bangkok über die letzten 11 Tage die alles andere als langweilig und unanstrengend waren. Ich bin ja am letzten Donnerstag, dem 30.7., zusammen mit meiner Familie nach Phetchaburi aufgebrochen, wobei ich natürlich wie immer nicht wusste was dort passieren würde, was wir dort vorhatten und wie lange wir dort bleiben würden, aber so langsam habe ich mich an diese Ungewissheit gewöhnt und mich einfach damit arrangiert! Ich fuhr also gegen Mittag mit meiner Vater erst nach Bangkok, sammelte dort den Rest der Familie ein und wir fuhren dann zwei Stunden an die wunderschöne Provinz am Meer. Dort angekommen war unsere erste Station, zu meiner völligen Überraschung, ein sehr großes und vor allem teures Hotel direkt am Strand. Nachdem wir dann unsere Zimmer bezogen hatten sagte meine Familie „let´s go“ und ich wusste natürlich wie immer nicht wohin. Wir fuhren dann aber mit dem Auto an den Strand aber wir hatten ja alle keine Badesachen mit, und so würde man normalerweise vermuten, dass wir uns nur an den Strand setzten, aber das ist falsch gedacht, denn ich fuhr mit meinen Geschwister zu erst „Donut“ und dann „Banane“ hinter einem Jetski her, bei gefühlten 200 km/h und in all unseren Anziehsachen. Als wir dann mehrmals reingefallen und schon völlig durchnässt waren wurde es langsam dunkel am Golf von Thailand und die Bucht erstrahlte in all ihren Lichtern was ein atemberaubendes Feeling verbreitete. Wir zogen uns dann schnell um und fuhren dann zum Abendbrot essen in ein Restaurant direkt am Strand.... Am nächsten Morgen war ich dann überglücklich, denn zum Frühstück gab es in dem Hotel alles was zu einem europäischen Frühstück dazugehört, und so konnte ich mal wieder Croissants mit Marmelade essen und Orangensaft trinken. Nach dem Essen brachen wir dann, zu meiner Überraschung mit all unseren Sachen auf, und ich wusste natürlich mal wieder nicht wohin. Unsere erste Station war dann ein alter Königspalast von Rama IV.. Leider hatte ich meinen Fotoapparat im Auto vergessen, aber der Blick war unglaublich, denn man konnte von der höchstens Aussichtsplattform über das ganze Tal und bis zum Meer gucken. Das eigentliche Spektakel dort, waren aber die Affen, die einen angesprungen haben und es tatsächlich geschafft haben meiner kleinen schreienden Schwester zweimal das Eis zu klauen. Anschließend fuhren wir zu einer Autorennstrecke, wo meine Brüder am nächsten Tag und am Sonntag ein Autorennen haben sollten. Wir setzten die beiden und meinen Vater also dort ab und fuhren weiter in unser neues Hotel. Es war wieder wunderschön, und alles dort war noch total neu. Später am Abend trafen wir sie dann wieder um gemeinsam auf einem riesigen Staudamm Abendbrot zu essen. Am nächsten Morgen fiel das Frühstück wesentlich spärlicher aus, denn wir kamen erst 15min bevor das Buffet zu Ende sein sollte, aber es gab trotzdem immerhin Toast. Am späten Vormittag fuhr ich dann mit meiner Mutter und meinen beiden kleinsten Geschwister zu erst in ein altes Naturreservat wo ein wunderschöner Tempel stand, und danach zu dem Königspalast von Rama V.! Anschließend sammelten wir meine beiden Brüder noch ein und fuhren wieder zurück zum Hotel wo wir schwimmen gingen und Abendbrot aßen. Sonntag war dann vollkommen dem Autorennen gewidmet, wo ich gegen Mittag mit meiner Mutter und meinen Geschwister hinfuhr (natürlich alle in unseren Team-shirts). Wir verbrachten dann dort den ganzen Tag, verfolgten Autorennen, fieberten mit meinen beiden Brüdern mit und schauten uns die Siegerehrung an. (Bei der letzten Siegerehrung stand plötzlich ein Deutscher neben mir, aber ich was so perplex, dass ich es nicht fertig gebracht habe ihn anzusprechen^^) Um 17.30 Uhr fuhren wir dann alle zusammen zurück nach Ban Mo, nach Hause wo wir gegen 21.00 Uhr völlig ausgehungert und müde ankamen. Meine Geschwister hatten es dann besser, denn sie mussten im Gegensatz zu mir nicht am nächsten Tag in die Schule. Aber eigentlich ist das falsch formuliert, denn diese Schulwoche war mal wieder nur positiv für mich, denn erst mal habe ich vier verschiedene Thai-Gerichte gelernt die ich nun kochen kann, zweitens habe ich mir viele neue Thai-Wörter angeeignet und ich habe meiner Klasse Gummibärchen mitgebracht, von denen sie zwar meinten die sehen aus wie Radiergummi, welche sie aber trotzdem mit großer Freude gegessen haben. Außerdem habe ich erfahren, dass morgen (9.8.09) 10 Russen für 10 Tage an meine Schule kommen werden, zwei davon sogar in meiner Gastfamilie leben werden, und dass am 15.08.09 ein deutscher Assistenzlehrer an meine Schule kommen wird. Wie ihr also seht, werden auch die nächsten Tage und Wochen nicht unereignisreicher als die letzten, aber ich hoffe trotzdem, dass ich wieder Zeit finden werde euch zu schreiben. Ich grüß euch also alle, aus dem immer warmen Thailand, eure ขวัญชนก วงษ์ไพร!
8.8.09 12:38


Wir schreiben das Jahr 2552 - der erste Rückblick

Heute mal ein ganz besonderer Blog, denn heute vor einem Monat habe ich Deutschland verlassen. Heute vor einem Monat habe ich zum letzten mal für 10,5 Monate meine mir wichtigsten Menschen in den Armen gehalten. Hier also eine kurzer Rückblick auf die bis jetzt wunderschöne Zeit die wie im Flug verging....

Ich startete also am 30. Juni in ein ungewisses Abendteuer, von dem ich nicht wusste wie es werden sollte, und die ersten Tage beim Arrivel Camp in Bangkok kamen mir vor wie Urlaub, es war alles so unvorstellbar, diese 323 Tage am anderen Ende der Welt waren zu viel für mein Vorstellungsvermögen! Und auch jetzt, nach über 4 Wochen Thailand ist es jeden Tag noch mehr ein großes Abendteuer, als ein neuer normal gewordener Alltag! Ich habe hier einfach schon so viel erlebt, es ist unglaublich!

Ich habe hier eine super nette und sehr reiche Gastfamilie die mich sofort integriert hat und mir alle Türen offenhält Thailand, dessen Kultur und Religion kenn zu lernen. Ich bin schon mehrmals in Bangkok gewesen, einer der fastzinierendsten Großstädte der Welt! Ich habe hier schon den stärksten Regenguss und den heißesten Sonnenschein meiners Lebens erlebt! Ich habe die verschiedensten und wunderbarsten Tempel besucht, mit meinem Mönch geredet und bin auf einem Elefanten geritten! Ich habe zum ersten mal eine Rede in einer vollkommen fremden Sprache vor 1500 Menschen gehalten und ich finde es mittlerweile völlig normal den Unterricht auf dem Boden sitzend zu verbringen, zu sehen wie Schüler geschlagen werden, weil sie mal wiedern reihenweise durch die Prüfung gefallen sind, eine stickige Schuluniform zu tragen und mir jeden Morgen den Apell anzuhören, mich auch ja ordentlich zu verhalten und den König zu ehren! Ich habe hier auch schon 3 Kilo zugenommen, denn ich habe schon Sachen gegessen, für die es nicht mal eine Deutsche Bezeichnung gitb! Sie waren teilweise unglaublich lecker und ich aß viel zu viel davon, aber teilweise waren sie auch so ecklig oder scharf, dass mir schon ein Teelöffle zu viel vorkam, aber trotzdem war natürlich alles a roi (lecker)! =) Ich habe hier schon kalte Spagetthie zum Frühstück gegessen und hatte schon einen Unfall! Ich war schon in einer Stadt, in der einem die Affen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Nase herum getanzt sind und ich war in einem Thaikino, wo ich mir fast eine Blasenentzündung wegen der Klimaanlage geholt hätte und ich habe hier tat meine Vorliebe für Schokoladeneis entdeckt! Ich war hier schon auf Märkten, auf denen Insekten als Delikatessen gelten, lebende Körten verkauft werden, und man neue SIM-Karten für 40 ct bekommen kann. Ich hatte hier schon einen Frosch der in meiner Badewanne wohnte, Geckos die unbedingt in mein Zimmer wollten und ich habe den Gesundheitswahn der Thais erlebt, durch den schon mal eine halbe Schule mit Mundschutz herumläuft, oder gleich für eine ganze Woche geschlossen wird. Ich bin auf einer "Banane" mit gefühlten 100km/h hinter einem Jetski hinterher gerast, und habe den Palast von Rama dem 5. besucht. Und soooo vieles mehr......

Jeder Tag hier ist anders, nichts ist so wie ich es aus Deutschland kannte, vieles ist eine Herrausforderung, aber ich bin gerne hier! Jeden Tag erkenne ich für mich selbst wieder, dass es alles andere als ein Fehler war hierher zu kommen, auch wenn meine neue Familie und Freunde hier, nicht meine Familie und Freunde in Deutschland ersetzen können und sie mir daher schon sehr fehlen.

In diesem Sinne, viele liebe Grüße und mit der Hoffnung, dass die nächsten 9,5 Monate genauso fastzinierend und erlebnissreich werden wie der letzte, eure ขวัญชนก วงษ์ไพร!

1.8.09 11:54


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